Disziplinen & Regeln

Bogenklasse

Kurz erklärt: Eine Bogenklasse ist die Einteilung von Schützen nach Bogenart und Ausrüstung, damit Wettkämpfe zwischen vergleichbaren Bedingungen stattfinden.

Gängige Klassen

  • Recurve: olympischer Bogen mit Visier, Stabilisator und Klicker.
  • Compound: Bogen mit Cams, Release und meist Visier mit Vergrößerung.
  • Blankbogen (Barebow): Recurve ohne Visier und ohne Klicker, mit begrenzter Stabilisierung.
  • Langbogen: traditionelle Bauart mit eingeschränktem Zubehör.

Wozu die Einteilung dient

Ein Compound mit Release erzielt im Schnitt andere Ringzahlen als ein Blankbogen. Wollte man beide in einer Wertung führen, wäre ein fairer Vergleich unmöglich. Deshalb gibt es getrennte Klassen, jeweils eigene Rekorde und Meisterschaften.

Zusätzliche Unterteilung

Neben der Bogenart zählt das Alter: Schüler, Jugend, Junioren, Erwachsene, Masters. Hinzu kommt das Geschlecht. Ein Schütze startet also zum Beispiel als „Recurve Herren“ oder „Compound Jugend weiblich“. Die Klassen führen zu unterschiedlichen Distanzen und Auflagengrößen.

Wo du startest, bestimmt dein Material. Prüfe vor dem Wechsel auf ein anderes Zubehör, ob es in deiner Klasse erlaubt ist, denn Visier, Stabilisatoren und Klicker sind nicht überall zulässig. Die Regeln dazu stehen in den Sportordnungen der Verbände.

Für Einsteiger ist die Klassenfrage meist nach den ersten Trainingsmonaten klar. Wer Spaß am technischen Zubehör hat, findet sich bei Recurve oder Compound, wer das Schießen reduziert und natürlich mag, bei Blankbogen oder Langbogen. Im Verein kannst du meist mehrere Bögen ausprobieren, bevor du dich festlegst. Bei Unsicherheit schreibt die Ausschreibung eines Wettkampfs meist genau fest, welche Klassen zugelassen sind und welche Ausrüstung dort erlaubt ist.

Quelle: World Archery – Rulebook · Stand: Oktober 2026