Kurz erklärt: Eine Passe ist eine Serie von Pfeilen, die ein Schütze nacheinander ohne Unterbrechung auf die Scheibe abgibt, bevor die Pfeile gewertet und abgeholt werden.
Umfang einer Passe
Die Zahl der Pfeile hängt vom Format ab. Im Freien sind sechs Pfeile pro Passe üblich, in der Halle meist drei. Bei Feld- und 3D-Parcours variiert sie nach Aufbau. Für jede Passe gibt es ein Zeitlimit; nach internationalen Regeln sind es etwa 40 Sekunden pro Pfeil, also zwei Minuten für drei und vier Minuten für sechs.
Ablauf
- Signal zum Schießbeginn.
- Abgabe der Pfeile innerhalb der Zeit.
- Signal zum Ende; alle Schützen kehren zur Wartelinie zurück.
- Pfeile werden gewertet und aus der Scheibe gezogen.
Warum sie eine Rolle spielt
Die Passe gliedert den Wettkampf, und sie ist das Rhythmuselement des Trainings. Viele Schützen führen Protokoll pro Passe, um Schwankungen zu erkennen. Ein guter Wert zu Beginn, ein Einbruch nach der vierten Passe: Das deutet auf Ermüdung oder nachlassende Konzentration hin.
Die Gesamtzahl der Passen definiert eine Runde. Eine typische Freiluft-Qualifikation besteht aus mehreren Passen und ergibt eine Gesamtzahl von 72 Pfeilen. In der Halle sind es 60 Pfeile in 20 Passen.
Wer mehrere Pfeile gleichzeitig schießt, sollte auf Reihenfolge und Nummerierung achten, damit die Wertung eindeutig bleibt.
Im Verein wird die Passe auch zum Taktgeber: Nach jeder Serie bleibt Zeit für Rückmeldung, Pause oder Materialkontrolle. Trainer nutzen das, um kurz zu korrigieren, bevor sich Fehler festsetzen. Wer die Pausen sinnvoll nutzt, trinkt, atmet durch und geht gelassen in die nächste Passe, statt hektisch weiterzuschießen.
Quelle: World Archery – Rulebook · Stand: Oktober 2026