Kurz erklärt: Das Peep Sight ist eine kleine Lochblende, die in die Sehne eines Compoundbogens eingesetzt wird und dem Auge als hintere Zielhilfe dient.
Funktionsprinzip
Im Zusammenspiel mit dem Visier entsteht eine Zielgerade, vergleichbar mit Kimme und Korn beim Gewehr. Das Auge schaut durch das Loch des Peep, das Visierpin sitzt in der Mitte, und das Ziel dahinter. Wenn alle drei zueinanderstehen, ist der Pfeil ausgerichtet.
Worauf es ankommt
- Lochgröße: kleine Löcher machen genauer, brauchen aber viel Licht; große sind für Dämmerung und Einsteiger.
- Höhe: Das Peep muss auf Augenhöhe liegen, wenn der Schütze im Anker ist.
- Ausrichtung: Es muss im Vollauszug parallel zur Blickrichtung stehen. Verdrehte Peeps werden mit einem Gummischlauch (Peep-Tube) oder Zugband stabilisiert.
Einbau und Pflege
Zum Einsetzen wird die Sehne an der Stelle aufgedreht und das Peep zwischen die Stränge geschoben, dann mit Faden gesichert. Das gelingt mit etwas Übung, besser lässt du es am Anfang einen Fachhändler machen, da eine unsachgemäße Montage die Sehne beschädigt.
Im Recurve-Bereich spielt das Peep eine kleinere Rolle, da dort der Sehnenabdruck im Gesicht als Referenz dient. Bei bestimmten Klassen im Wettkampf ist es nicht erlaubt.
Lichtverhältnisse beeinflussen die Wahl der Lochgröße stark: In der Halle öffnet man die Blende weiter, im grellen Sonnenlicht verengt man sie. Manche Peeps besitzen deshalb auswechselbare Einsätze. Ein Test am Schießstand zeigt, bei welcher Größe das Zielbild am klarsten bleibt, ohne dass das Auge ermüdet. Prüfe bei jedem Training, ob das Peep noch richtig sitzt, da sich die Sehne mit der Zeit minimal verdrehen kann.
Quelle: World Archery – Rulebook · Stand: Oktober 2026