Kurz erklärt: Ein Carbonpfeil ist ein Pfeil mit Schaft aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff, der sich durch geringes Gewicht, hohe Steifigkeit und gleichmäßige Geradheit auszeichnet.
Herstellung
Carbonfasern werden in Harz getränkt, um einen Dorn gewickelt und im Ofen ausgehärtet. Das Ergebnis ist ein Rohr, das bei geringem Gewicht sehr steif ist. Gute Schäfte haben enge Toleranzen, etwa ein paar Tausendstel Zoll bei Geradheit und wenige Grain bei Gewichtsabweichung.
Warum Sportler ihn wählen
- Sehr gute Geradheit, daher kleine Streukreise.
- Geringer Durchmesser verringert Luftwiderstand und Seitenwind.
- Hohe Lebensdauer, weil Carbon nicht dauerhaft verbiegt.
Der Nachteil: Carbon ist spröde. Wird ein Pfeil in einen anderen geschossen oder trifft auf einen Stein, kann er splittern. Splitter sind gefährlich, daher gehört vor jedem Schuss eine kurze Sichtprüfung zum Ritual.
Pfeile prüfen
Dreh den Schaft in der Hand und achte auf Risse oder aufgerissene Fasern an Nocke und Spitze. Biege ihn leicht und horche auf Knistern. Ersetze beschädigte Schäfte.
Für Einsteiger gibt es günstige Carbon- oder Alu-Carbon-Modelle. Wichtig sind die richtige Länge und der passende Spine, nicht Spitzenwerte bei Geradheit.
Beim Kauf gibt es Preisunterschiede, die sich vor allem in der Streuung von Gewicht und Spine zeigen. Günstige Schäfte reichen im Freizeitbereich völlig aus, ambitionierte Schützen sortieren dagegen Sätze nach Gewicht und Spine. Hersteller bieten dafür sogenannte Matched-Sets an, bei denen die Toleranzen besonders eng liegen. Trage beim Prüfen und Schneiden von Carbon eine Schutzbrille und Staubmaske, da die feinen Fasern Haut und Atemwege reizen können. Entsorge Reste nicht im Hausmüll ohne Verpackung.
Quelle: Wikipedia – Pfeil (Geschoss) · Stand: Oktober 2026