Kurz erklärt: Die Spitze ist das vordere Ende eines Pfeils, sie sitzt im Schaft und bestimmt Schwerpunkt, Gewicht und Eindringverhalten beim Auftreffen.
Arten von Spitzen
- Target Points: glatt, zylindrisch oder konisch, für Scheibenschießen; sie ziehen sich leicht aus Auflagen heraus.
- Field Points: ähnlich, aber robuster, für Feldparcours.
- Bullet Points: für Schaumstoffziele und 3D-Kurse.
- Practice Points: günstige Übungsspitzen ohne Widerhaken.
Gewicht und Wirkung
Angegeben wird in Grain (1 Grain entspricht etwa 0,065 Gramm). Typische Sportspitzen wiegen grob zwischen 80 und 150 Grain. Mehr Spitzengewicht verschiebt den Schwerpunkt nach vorn, macht den Pfeil stabiler und dynamisch weicher. Zu leichte Spitzen können das Treffbild unruhig machen.
Befestigung
Es gibt eingeschraubte Spitzen mit Gewinde, geklebte (Hot-Melt) und eingepresste. Bei Carbon wird häufig ein Insert in den Schaft geklebt, in das die Spitze eingeschraubt wird. So lässt sich das Gewicht ohne neuen Schaft ändern.
Wechsle verbogene oder beschädigte Spitzen sofort. Sie verändern nicht nur den Flug, sondern können auch die Scheibe zerstören. Beim Herausziehen aus der Scheibe hilft ein Gummipad, damit die Spitze nicht verbiegt.
Achte beim Kauf auf den Schaftdurchmesser: Spitzen gibt es für unterschiedliche Innen- und Außenmaße, eine falsche Größe sitzt schief und ruiniert den Flug. Nach dem Aufkleben sollte sie sich nicht drehen lassen und dennoch vorsichtig entfernbar sein. Im Zweifel hilft ein Händler, der die Maße am Schaft nachprüft. Ein kurzer Drehtest, bei dem du den Pfeil auf einem Fingernagel rollen lässt, verrät, ob die Spitze gerade im Schaft sitzt. Wackelt sie sichtbar, wird sie neu verklebt.
Quelle: World Archery – Rulebook · Stand: Oktober 2026