Kurz erklärt: Das Pfeilgewicht ist die Gesamtmasse des fertigen Pfeils, angegeben in Grain, und beeinflusst Geschwindigkeit, Flugbahn und Schlagwirkung.
Berechnung und Einheit
Ein Grain wiegt etwa 0,0648 Gramm. Ein Pfeil mit 400 Grain kommt damit auf rund 26 Gramm. Zu seinem Gewicht tragen Schaft, Spitze, Nocke, Federn und Kleber bei. Wiegen lohnt sich an einer Präzisionswaage, mindestens einmal pro Satz.
Gewicht im Verhältnis zum Bogen
Bogenhersteller geben eine Untergrenze vor, meist als Grain pro Pfund Zuggewicht. Zu leichte Pfeile entlasten den Bogen unzureichend und können ihn beim Lösen beschädigen. Als grober Anhalt nennen viele Hersteller Werte von etwa fünf bis acht Grain pro Pfund, abhängig von Bauart und Bogen. Prüfe das in der Anleitung deines Bogens.
Leicht oder schwer?
- Leichte Pfeile: schneller, flachere Bahn, aber windanfälliger und lauter.
- Schwere Pfeile: ruhiger, leiser, behalten bei Wind ihr Tempo und schlagen kräftiger in die Scheibe.
Im Sport ist Konstanz entscheidend. Pfeile eines Satzes sollten möglichst gleich schwer sein, am besten innerhalb weniger Grain. Unterschiede verschieben das Treffbild auf Distanz sichtbar, denn sie ändern die Fluggeschwindigkeit leicht.
Wenn du das Gewicht steigern möchtest, ohne den Schaft zu wechseln, geht das mit schwereren Spitzen oder Inserts.
Ein einfacher Test: Wiege einen kompletten Pfeil, rechne das Gewicht durch dein Zuggewicht in Pfund und vergleiche den Wert mit der Untergrenze deines Herstellers. So siehst du in wenigen Sekunden, ob dein Setup sicher ist. Gerade bei kurzen, leichten Pfeilen und hohem Zuggewicht lohnt sich diese kleine Rechnung. Notiere Gewicht und Länge jedes Pfeils in einer kleinen Tabelle, so erkennst du Ausreißer schon vor dem ersten Schuss.
Quelle: World Archery – Rulebook · Stand: Oktober 2026