Pfeil & Material

Holzpfeil

Kurz erklärt: Ein Holzpfeil besteht aus einem Schaft aus Nadel- oder Hartholz und wird vor allem im traditionellen Bogenschießen verwendet.

Hölzer und Eigenschaften

Gebräuchlich sind Kiefer, Zeder und Fichte, seltener Esche oder Birke. Die Schäfte werden in Spine-Klassen sortiert, die in Pfund angegeben sind, etwa 40–45 lbs. Eine Tabelle ordnet Auszugslänge und Bogengewicht zu. Im Gegensatz zu Carbon variiert das Holz stärker, daher sortieren Fachhändler Sätze nach Gewicht und Steifigkeit.

Warum Traditionalisten Holz wählen

  • Naturgefühl und Optik, insbesondere mit Naturfedern.
  • Höheres Gewicht, wodurch Langbögen ruhiger und leiser laufen.
  • Individuell bearbeitbar: Schäfte lassen sich nach Wunsch lackieren und färben.

Pflege und Risiken

Holz arbeitet. Feuchtigkeit lässt es quellen, Trockenheit macht es spröde. Lagere Pfeile liegend oder an einer Hängevorrichtung und prüfe sie regelmäßig auf Risse. Ein beschädigter Holzschaft kann beim Schuss brechen und die Hand verletzen.

Verwende nur Pfeile, die der Hersteller für dein Zuggewicht freigibt. Gerade stärkere Bögen verlangen sorgfältig geprüfte Schäfte, am besten mit Schutzumwicklung am Nockende, falls sich der Schaft spaltet.

Kurz: Wer einen Langbogen nach historischem Vorbild schießt, ist mit Holz stilgerecht unterwegs.

Für Einsteiger im traditionellen Bereich gibt es günstige Fertigsätze, die bereits befiedert sind. Wer mehr Individualität wünscht, baut sich Pfeile selbst und lernt dabei viel über Schaftverhalten. Wichtig ist, mit leichtem Bogen zu beginnen, bis du ein Gefühl dafür hast, wie Holz auf Belastung reagiert. Lasse neue Holzschäfte vor dem ersten Gebrauch mit Pfeilfinish versiegeln, das schützt vor Feuchtigkeit und erhält die Form. Kontrolliere die Versiegelung nach nassem Wetter.

Quelle: Wikipedia – Pfeil (Geschoss) · Stand: Oktober 2026