Kurz erklärt: Sehnenwachs ist eine Wachsmischung, mit der die Fasern der Sehne imprägniert werden, damit sie vor Feuchtigkeit, Abrieb und Ausfransen geschützt bleibt.
Wozu das Wachs gut ist
Eine Bogensehne besteht aus vielen dünnen Fasern, die sich bei Belastung aneinander reiben. Ohne Schutz fransen sie aus und reißen früher. Wachs bindet die Fasern zusammen, verhindert Staub und macht die Sehne wasserabweisend. Außerdem hält es das Garn geschmeidig, sodass Serving und Nockpunkt besser sitzen.
Anwendung
- Sehne ausspannen oder seitlich festhalten, Wachs nicht auf Serving verteilen.
- Wachsstück längs über die Sehne führen, ohne zu stark zu drücken.
- Mit den Fingern oder einem Stück Leder hin- und herreiben, bis die Wärme das Wachs einarbeitet.
- Überschuss abwischen, damit nichts an Finger oder Pfeil klebt.
Wie oft?
Das hängt vom Schießpensum ab. Bei regelmäßiger Nutzung genügt etwa alle ein bis zwei Wochen ein dünner Auftrag. Fühlt sich die Sehne trocken an oder sieht sie matt aus, ist es Zeit. Zu viel Wachs verklumpt und sammelt Schmutz.
Bei Kunststofffasern wie Dyneema oder Vectran nutzt man Wachs mit hohem Anteil synthetischer Komponenten. Reines Bienenwachs reicht bei Dacron; für Hochleistungsfasern greifst du zu den Herstellerempfehlungen, weil manche Mischungen die Faser angreifen.
Handelsübliche Sticks gibt es in Tuben und Würfeln, manche mit Silikonanteil. Silikon macht die Sehne gleitfreudiger, kann aber das Serving aufweichen. Probiere neues Wachs zunächst an einer alten Sehne aus oder frage im Fachhandel nach der Faser, die dein Modell verwendet. Gespeichert wird es kühl und vor Staub geschützt. Bewahre das Wachs getrennt von Pfeilen und Zubehör auf, damit nichts verschmiert und die Befiederung sauber bleibt.
Quelle: Wikipedia – Bogensehne · Stand: Oktober 2026