Kurz erklärt: Das Valley ist beim Compoundbogen der Bereich kurz nach dem Spitzenzuggewicht, in dem die Kraft auf das Haltegewicht abfällt und der Schütze ins Ziel geht.
Das Tal im Kraft-Weg-Diagramm
Zeichnet man das Zuggewicht über den Auszugsweg, ergibt sich beim Compound eine Kurve mit einem Gipfel und danach einem Absenken. Der tiefste Bereich, in dem du den Bogen hältst, heißt Valley. Hier ruht die Kraft auf dem Cam-System, nicht auf deinen Muskeln.
Warum die Position zählt
Im Valley gibt es eine kurze Strecke, die noch nachgibt, bevor der Bogen an die Anschlagstopps läuft. Bleibst du im Tal, hält der Bogen sich quasi selbst. Rutschst du aus dem Tal heraus, steigt das Gewicht, die Spannung wird unruhig. Wer zu lange hinein- und herausschwankt, verliert Konzentration.
- Kurzes Valley: straffer Schuss, aber weniger Fehlertoleranz.
- Langes Valley: mehr Spielraum beim Zielen, erleichtert das Lösen.
- Hartes Anschlagen: Modul-Stopps sorgen für klar definierte Punkte.
Einstellen und Trainieren
Über die Cam-Module oder Stopps kann die Länge des Valley angepasst werden. Trainer raten dazu, die Position im Valley gleichbleibend zu halten und mit Rückenspannung zu arbeiten, statt mit der Zughand zu pumpen. Gerade Anfänger neigen dazu, das Valley zu verlassen oder zu verkürzen, was den Treffern schadet.
Wer das Valley kennenlernen will, zieht den Bogen zunächst ohne Pfeil langsam auf und achtet auf den Punkt, an dem die Kraft plötzlich nachlässt. Dieses Gefühl nimmt man schnell wahr. Ein Trainer kann danach die Cam-Module so einstellen, dass das Tal zu deiner Auszugslänge und Körpergröße passt. Für den Wettkampf zählt am Ende, dass du in jedem Durchgang dieselbe Position im Tal findest und dort gelassen bleibst.
Quelle: Wikipedia – Compoundbogen · Stand: Oktober 2026