Kurz eingeordnet: Beim Feldbogenschießen geht es mit dem Bogen durch einen Parcours aus 24 Zielen im Gelände, auf Scheiben unterschiedlicher Größe und bekannter oder unbekannter Entfernung.
| Parcours nach World Archery | 24 Ziele, 3 Pfeile je Ziel, 72 Pfeile gesamt |
|---|---|
| Rundenarten (WA) | 24 Marked, 24 Unmarked, 24 Mixed (12 + 12), Combined Field |
| Scheibengrößen (WA) | 80, 60, 40 und 20 cm |
| Wertung (WA) | Schwarze Ringe 1 bis 4, äußeres Gelb 5, inneres Gelb 6 |
| Parcours nach IFAA/NFAA | Drei Runden (Field, Hunter, Animal) mit je 28 Zielen, in zwei Hälften zu 14 |
| Maximale Distanzen (IFAA) | Field bis 80 yd (75 m), Hunter bis 70 yd (65 m) |
| Klassen (WA) | Recurve, Compound, Barebow, Altersklassen |
Zwei Regelwelten im Gelände
Feldbogenschießen findet nicht auf einer Wiese in Reihe statt, sondern auf einem Parcours im Gelände. Zwei große Verbände geben den Rahmen vor: World Archery mit einem Kurs aus 24 Zielen und der Feldbogenverband IFAA, der traditionell mit drei Runden zu je 28 Zielen arbeitet. In der World-Archery-Variante schießt du drei Pfeile pro Ziel, insgesamt 72. Die IFAA-Runden heißen Field, Hunter und Animal und werden in zwei Abschnitten zu je 14 Zielen geschossen.
Die Distanzen sind vielfältig. Bei „Marked“ sind sie ausgewiesen, bei „Unmarked“ schätzt du sie selbst; „Mixed“ kombiniert beides zu je zwölf Zielen, und die „Combined Field“ verteilt die beiden Formen auf zwei Tage. In den IFAA-Runden liegen die Entfernungen bei Field-Zielen bis 80 Yards, bei Hunter-Zielen bis 70 Yards.
Scheiben, Wertung und Ablauf
Nach World-Archery-Regeln stehen vier Scheibengrößen zur Wahl: 80, 60, 40 und 20 cm. Die Ringe sind schwarz, der Mittelbereich gelb; die schwarzen Ringe zählen eins bis vier, das äußere Gelb fünf, das innere sechs. IFAA-Scheiben haben einen schwarzen Innenring, zwei weiße Mittelringe und zwei schwarze Außenringe mit Wertungen von fünf, vier und drei Punkten. Wer gruppenweise geht, schießt in vorgegebener Reihenfolge; Schützen geben sich Rückmeldung über Treffer, und alle achten auf freie Schussbahnen.
Das Gelände verlangt andere Fähigkeiten als der Platz mit ebener Schießlinie. Hanglagen, wechselndes Licht und Hindernisse erschweren die Entfernungsschätzung. Wer häufig im Parcours schießt, gewinnt ein Gefühl für Bogenwinkel und Flugbahn, das auch auf dem Scheibenplatz hilft.
Einordnung zu 3D und Scheibenschießen
Im Unterschied zum 3D-Parcours, bei dem lebensgroße Tiernachbildungen aus Schaumstoff als Ziele dienen, nutzt das Feldbogenschießen flache Scheiben. Gegenüber dem Scheibenschießen im Freien bringt es mehr Bewegung und Wechsel. Gemeinsam ist beiden die konsequente Regelung der Sicherheit: Schüsse in Richtung Weg oder Wald sind ausgeschlossen, und Parcours werden vor dem Einsatz abgenommen.
Wer neu einsteigt, beginnt mit markierten Distanzen und kürzeren Kursen. Ausrüstung mit Visier, Blankbogen oder Compound ist je nach Klasse zugelassen; vor dem ersten Start lohnt der Blick in die Ausschreibung.
Rechne beim Parcours mit mehreren Stunden Gehzeit und packe Wasser, Ersatzpfeile und ein Maßband für die Schätzung ein. Wer im Gelände unterwegs ist, hilft Mitschützen beim Suchen von Pfeilen und meldet gefährliche Stellen dem Ausrichter.
Für wen passt das?
- Du bewegst dich gern draußen und schätzt Entfernungen im Gelände
- Du suchst Abwechslung zum Scheibenschießen auf ebener Linie
- Du möchtest Barebow, Recurve oder Compound im Parcours-Wettkampf nutzen